Echte Schamanen
Schamane wird man nicht, weil man das will, sondern weil man das muß. Man wird vom Leben und vom Schicksal dazu berufen.
Ein Schamane ist ein hochsensibler, mit Intuition und Wissen befähigter Mensch. Aufgrund besonderer, oft schmerzhafter Erfahrungen sieht er tiefer als der im Alltagsweltbild verhaftete Durchschnittsmensch. Dies ermöglicht ihm, Zusammenhänge und Hintergründe zu sehen und zu spüren, die andere weder sehen noch spüren.
Klischee- und Zirkus-Schamanen
Schamane wird man nicht durch Teilnahme an Workshops, Wochenendkursen oder Veranstaltungen der Psycho- oder Esoterikszene, die angeblich zum Schamanen ausbilden.
Schamanen sind nicht Repräsentanten irgendeiner Lehre oder Weltanschauung, genannt "Schamanismus".
Das Vorurteil, Schamanen seien so etwas wie buntbekleidete Indianer oder Tibeter, würden Seelenrückführungen bewerkstelligen, Beschwörungsformeln murmeln, Schwitzhüttenzeremonien abhalten und auch sonst lauter fremdartige, exotische Rituale praktizieren, ist nicht nur dumm und falsch, sondern richtet auch noch eine Unmenge Schaden an. Denn sie erstickt und vergiftet, was wir als in diesem Land lebende Menschen fühlen und wozu wir tatsächlich berufen sind.
Auch die Ansicht, daß alle Schamanen Heiler seien, ist grundfalsch. Es mag auch heilende Schamanen geben, aber die Heilereigenschaft ist nicht Voraussetzung, sondern Begleiterscheinung.
Die folgenden Texte entstanden in einem Zeitraum von mehr als 20 Jahren. Sie zu lesen und zu studieren kann dabei helfen, sich der wahren Bedeutung bewußt zu werden, was ein Schamane ist und in welcher Beziehung er zu einer Kultur wie der aktuellen deutschen steht.